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Brotzeit in Biergarten mitbringen erlaubt?

In vielen Biergärten ist das Mitbringen seiner eigenen Brotzeit laut bayrischer Biergartenverordnung erlaubt. Natürlich gibt es in jedem Biergarten hauseigenes Essen, aber ein alteingesessener Biergartenbesucher nimmt lieber seine eigene Brotzeit mit, um sie dort genüsslich bei einem kühlen Bier zu essen.
Wenn man die ganze Sache einmal traditionell betrachtet, so hat man immer schon seit Jahrzehnten seine eigene Brotzeit mit in den Biergarten gebracht. Einfach aufgrund dessen, dass es meist die Brauern einer Bierbrauerei waren, die früher die Biergärten betrieben und diese durften in früheren Zeiten kein Essen verkaufen. Natürlich wurde es in der heutigen Zeit erst nicht so gern gesehen, wenn jemand sein eigenes Essen mitbrachte und der Biergartenbesitzer lediglich an Getränken verdienen konnte, doch mittlerweile hat man sich daran gewöhnt und es gehört auch schließlich zur Tradition.
Die meisten Biergärten in denen man von einer zünftigen Brotzeit spricht, liegen in Bayern. Hier gibt es als Beispiel für eine kräftige Brotzeit:
Brezeln, das ist ein krosses Laugengebäck das leicht mit Salzkrümeln überzogen ist, dann gibt es Schwarzbrot mit Kruste in dicken Scheiben, weiter gehört Obazda zu einer Brotzeit, das ist ein Streichkäse aus Camembert, Paprika und Sahne welcher dick auf die Brotscheiben gestrichen wird. Dann gibt es Radi. Das sind  hauchdünne Rettichscheiben, die vorher in Salz eingelegt wurden und somit wurde ihnen das Wasser entzogen. Ja und ganz bekannt ist der Leberkäse. Das ist als Laib gebackenes Fleisch, welches in Scheiben geschnitten und dann serviert wird, aber es enthält keine Leber und auch keinen Käse.
Das ist nun aber nur eine Spezialität, wie sie in Bayern üblich ist. Biergärten gibt es Deutschlandweit und jeder kann natürlich dass mit zu seiner Brotzeit bringen, was er essen mag und möchte.

Die besten Biergartenschmankerl

Nicht zu Unrecht findet man in den meisten Biergärten salzhaltige Nahrung auf der Speisekarte.
Bier, welches vornehmlich in eben solchen getrunken wird, verursacht im Körper einen Mangel an Natrium.
Dieser Mangel entsteht auf Grund des hohen Anteils an Kalium, enthalten im Gerstensaft des Biers.
Deshalb werden in Biergärten hauptsächlich Brotzeiten und deftige Mahlzeiten angeboten.
Neben frischen Brezen und Weißwurst mit süßem Senf gibt es Rettich, sowie Brot mit Schmalz.
Eine mit Salz bestreute Brezel gleicht den Salzhaushalt aus und der Rettich wirkt durch seine Schärfe antibiotisch und liefert Wasser.
Das Brot und der süße Senf liefern die notwendigen Kohlenhydrate.
Weitere typisch bayrische “Biergartenschmankerl” sind Leberkäse, Hähnchen, Salate, Pommes, Obatzda und Fingerfoods.

In vielen Münchner Biergärten kann man das Essen selbst mitbringen, so dass nur die Getränke im Biergarten bezahlt werden müssen. Dies eignet sich besonders für Familienausflüge.
Diese Tradition hat einen geschichtlichen Hintergrund.
Damals wollten die Bierbrauer ihr Bier möglichst direkt an den Kunden weitergeben und stellten deshalb Tische und Bänke auf, wo sie es frisch vom Fass gezapft verkauften.
Auf Grund eines Protests seitens der Wirte, beschloss Ludwig der 3. ausschließlich den Ausschank zu erlauben.
Die Gäste waren somit gezwungen ihre “Brotzeit” selbst mitzubringen.
Heutzutage reichen die Biersorten von hellem und dunklem Bier, bis hin zu Mischgetränken wie Radler und werden meist in einer Maß serviert. Eine Maß umfasst einen Liter.
Bier und “Schmankerl” können im Freien während der Saison bei schönem Wetter genossen werden.