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Daran erkennt man einen echten bayerischen Biergarten

Woran erkennt man einen echten bayrischen Biergarten? Natürlich daran, dass es so richtig bayerisch hergeht. Angefangen von den Fahnen und der Tischbedeckung, die im traditionellen Blau-Weiß gehalten werden sollte, und den dazu passenden Tischaccessoires. Man erkennt einen bayerischen Biergarten auch häufig daran, dass ein Maibaum genau in der Mitte ist, und man sofort erkennt, wo man sich in Bayern aufhält. Dazu ist es typisch für einen bayerischen Biergarten, dass man die Fahne der Brauerei sofort wieder erkennt, sodass man genau sieht, welches Bier hier ausgeschenkt wird. Häufig wird der Biergarten von der Brauerei finanziell unterstützt, und die machen dann im Gegenzug Werbung in dem Biergarten.

Einen Biergarten der typisch ist für Bayern hat außerdem sehr viele Holzbänke, die quasi schon ein Muss sind. Gute Biergärten haben sowohl draußen als auch drinnen viel Plätze und man kann je nach dem Wetter wählen, wo man Platz nimmt. Ein traditioneller Biergarten in München ist außerdem erkennbar, wenn die Bedienung sich in Dirndl kleidet und sehr viel Ausschnitt zeigt. Das verleitet die Männer dazu, mehr Bier zu trinken, und die Atmosphäre steigt so richtig an. Viele der Bedienungen müssen weiblich sein, da männliche Bedienungen einfach nicht typisch wären. Einen bayerischen Biergarten erkennt man außerdem an den festlichen Bekleidungen der gesamten Bediensteten, die sich meist in bayerischer Kluft zeigen.

Brotzeit in Biergarten mitbringen erlaubt?

In vielen Biergärten ist das Mitbringen seiner eigenen Brotzeit laut bayrischer Biergartenverordnung erlaubt. Natürlich gibt es in jedem Biergarten hauseigenes Essen, aber ein alteingesessener Biergartenbesucher nimmt lieber seine eigene Brotzeit mit, um sie dort genüsslich bei einem kühlen Bier zu essen.
Wenn man die ganze Sache einmal traditionell betrachtet, so hat man immer schon seit Jahrzehnten seine eigene Brotzeit mit in den Biergarten gebracht. Einfach aufgrund dessen, dass es meist die Brauern einer Bierbrauerei waren, die früher die Biergärten betrieben und diese durften in früheren Zeiten kein Essen verkaufen. Natürlich wurde es in der heutigen Zeit erst nicht so gern gesehen, wenn jemand sein eigenes Essen mitbrachte und der Biergartenbesitzer lediglich an Getränken verdienen konnte, doch mittlerweile hat man sich daran gewöhnt und es gehört auch schließlich zur Tradition.
Die meisten Biergärten in denen man von einer zünftigen Brotzeit spricht, liegen in Bayern. Hier gibt es als Beispiel für eine kräftige Brotzeit:
Brezeln, das ist ein krosses Laugengebäck das leicht mit Salzkrümeln überzogen ist, dann gibt es Schwarzbrot mit Kruste in dicken Scheiben, weiter gehört Obazda zu einer Brotzeit, das ist ein Streichkäse aus Camembert, Paprika und Sahne welcher dick auf die Brotscheiben gestrichen wird. Dann gibt es Radi. Das sind  hauchdünne Rettichscheiben, die vorher in Salz eingelegt wurden und somit wurde ihnen das Wasser entzogen. Ja und ganz bekannt ist der Leberkäse. Das ist als Laib gebackenes Fleisch, welches in Scheiben geschnitten und dann serviert wird, aber es enthält keine Leber und auch keinen Käse.
Das ist nun aber nur eine Spezialität, wie sie in Bayern üblich ist. Biergärten gibt es Deutschlandweit und jeder kann natürlich dass mit zu seiner Brotzeit bringen, was er essen mag und möchte.

Bier in Maßkrügen, ein Muss?

Wenn Bier aus Maßkrügen getrunken wird, steht dieses meist für Vergnügen, Entspannung oder tolles Wetter. Besonders in Bayern und in Österreich gehört es fast schon zum guten Ton, Bier in Maßkrügen zu bestellen beziehungsweise zu trinken. Das 1-Liter Bierglas wird jedoch nicht nur für Bier, sondern auch für diverse Mischgetränke, gerne genommen. So ist es zum Beispiel keine Seltenheit, Radler oder Diesel in Maßkrügen serviert zu bekommen.
Der offizielle Vorgänger des Maßkruges war der tönerne Krug. Dieser wir auch heute noch, in einigen bayrischen Regionen bevorzugt, da er den Inhalt länger gekühlt hält. Jedoch konnte man nicht immer gleich erkennen, ob korrekt eingeschenkt wurde. Zu beginn des 20. Jahrhunderts wurde er schließlich aus Glas gefertigt.
Es gibt Veranstaltungen und Situationen, wo man sich einfach nicht mit einem kleinen Kölsch-Glas blicken lassen kann. Ein absolutes Musterbeispiel dafür, ist das Münchner Oktoberfest. Hier gehört die Maß quasi zum Oktoberfest und umgekehrt.
Natürlich widerspiegelt die der Maßkrug gewissermaßen auch die Kultur des deutschsprachigen Raumes. So hat das Oktoberfest unter anderem auch in den USA und Japan treue Fans, die immer öfter Kopien des bayrischen Volksfestes in New York oder anderen Metropolen veranstalten. Dieses geschieht nicht zuletzt, weil viele absolut begeistert von dem 1-Liter Maßkrug sind.
Jedoch ist es durchaus ratsam, den Bierkonsum aus Maßkrügen nicht in den Alltag zu verlagern. Der Konsum aus dem Maßkrug ist eine tolle und lustige Sache, solange er auf Veranstaltungen und nicht regelmäßig stattfindet.

Mit Kindern auf der Wiesn – Oktoberfest Ratgeber

Wer mit seinen Kindern das Oktoberfest in München besuchen will, sollte dies gut planen. Schon bei der Anfahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Sie daran denken, dass es – wie wir in Bayern sagen – gerappelt voll wird. Die U-Bahnen sind überfüllt, es wird gedrängelt und schon am Vormittag treffen Sie in der Menge auf zahlreiche angetrunkene jeden Alters und Herkunft.

Dienstags ist Familientag auf dem Oktoberfest, was vorallem bedeutet, dass viele Fahrgeschäfte und Imbissbuden Sonderpreise anbieten. Allerdings kann es auch hier sehr voll werden. Als geeignetste Besuchszeit mit Kindern gilt die Zeit von Montag bis Freitag, da hier weniger Gedränge herrscht und so das Risiko, die Kinder zu verlieren, geringer ist. Wer aber doch lieber am Wochenende auf die Wiesn möchte, sollte den Vormittag wählen. Wichtig ist, die Kinder möglichst farbenfroh anzuziehen damit man sie leichter erkennt. Kinder die jünger als sechs Jahre alt sind, dürfen sich übrigens nach 20.00 Uhr nicht mehr in den Bierzelten aufhalten, auch nicht in Begleitung der Eltern. Außerdem sind an Samstagen Kinderwagen auf dem Wiesngelände nicht erlaubt.

Eine gute Idee ist es auch, den Kindern für den Notfall die Handynummer und die Namen der Eltern mitzugeben mit der Bitte, das Kind, falls es verloren geht, zur Kinder-Fundstelle zu bringen. Falls die Kinder schon etwas älter sind, ist es sinnvoll, einen Treffpunkt auszumachen falls man sich aus den Augen verliert. Es sollten allerdings eindeutige und gut sichtbare Treffpunkte wie z.b. ein Riesenrad, sein. Auch sollte ein Wiesnbesuch mit Kindern nie über einen ganzen Tag geplant sein. Oft reichen den Kleinen ein paar Stunden Spaß bis sie zufrieden und vorallem erschöpft sind. Falls das Kind über gesundheitliche Probleme klagt, kann vorab das Bayrische Rote Kreuz helfen, die insgesamt drei Stationen auf dem Festgelände haben.

Bitte verlassen Sie sich einfach auf Ihr Gefühl, wenn Sie die Entscheidung treffen, ob sich ein Besuch auf dem traditionellen Oktoberfest mit Kindern lohnt. “Dann basst scho ois!” In den letzten Jahren gab es auch die Möglichkeit, die Münchner Wiesn in Second Life zu besuchen. Das wäre weitgehend gefahrlos für Sie und den Nachwuchs. Viel Spaß mit Ihren Kindern auf dem Oktoberfest!