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Die schönsten Biergärten Deutschlands

Ihren Ursprung haben Biergärten in München. Zur Zeit des 19. Jahrhunderts wurde überwiegend untergäriges Bier getrunken, welches aufgrund der erforderlichen Gärungstemperaturen nur in den kalten Wintermonaten gebraut werden konnte. Um das Bier auch im Sommer ausschenken zu können, legten die Brauer Bierkeller an, welche mithilfe von Eis und Kastanienbäumen die über den Kellern gepflanzt wurden das Bier ganzjährig kühl halten konnten.

Biergarten im Papst Geburtsort Marktl am Inn

Marktl am Inn in the South-East of Bavaria: Ma...

Ratzinger Geburtshaus in Marktl - Image via Wikipedia

So findet man besonders in Bayern sehr schöne Biergärten, wie zum Beispiel den Leonberger Biergarten in Marktl: Der bayerische Biergarten mit Ausblick auf das Inntal blickt bereits auf eine 300 jährige Geschichte zurück und wartet neben dem Bierausschank auch mit einer gutbürgerlichen Küche auf.
Mitten in der Innenstadt Münchens findet man mit dem Augustiner Keller den ältesten – und vielleicht auch schönsten – Biergarten der Stadt, welcher schon seit dem 19. Jahrhundert unter Kastanienbäumen Bier ausschenkt. Dieser ist ganz einfach mit der S-Bahn, der Tram, dem Bus, dem eigenen Auto oder mit einem Leihwagen zu erreichen (wenn man kein eigenes Auto besitzt).
In Bamberg auf dem Stephansberg kann man dann während man sein Bier im sogenannten Spezialkeller verkostet über die Innenstadt schauen und bekommt neben dem Kaiserdom auch das Kloster Michaelsberg und die Giechburg zu sehen. Auch in der kalten Jahreszeit findet man dort in der Gaststube Platz.

Der Biergarten im hohen Norden

Natürlich findet man auch ganz abseits Bayerns schöne Biergärten, wie zum Beispiel in Hamburg: Auf dem Süllberg gibt es neben einem Hotel und einem Restaurant einen etwas anderen Biergarten, in dem man zum Weißbier zünftige Schmankerln wie Brezeln oder Kartoffelsalat genießen kann.

Biergarten “Grundregeln”

Es gibt wichtige Grundregeln, die jeder Biergartenbetreiber einzuhalten hat.

Beer, Jazz, and Family Dining at the Wa-Wi

Image by California Pete via Flickr

Es fängt schon vor der eigentlichen Eröffnung an, wenn man sich um die ganzen Formalitäten kümmern muss. Die wichtigste Grundregel ist, dass man eine entsprechende Konzession hat, um überhaupt ein Lokal eröffnen zu dürfen; eine Konzession bekommt man bei der zuständigen Stadt ausgestellt, sie kostet aber einige tausend Euro. Bevor jemand eine Konzession erhält werden zunächst bestimmt Grundsätze, die ausschlaggebend sind, überprüft. So ist es jemandem untersagt, eine Gaststätte zu eröffnen, der keinerlei Grundkenntnisse im Lebensmittelrecht vorzuweisen hat oder einen Vertreter benennen kann, der entsprechende Erfahrungen hat. Eine Bescheinigung der Industrie und Handelskammer ist hier zwingend erforderlich.

Lärmschutz im Biergarten

Biergarten

Image by Lebemann zu Schwabing via Flickr

Eine weitere Grundregel ist, die Anerkennung der Auflagen und Bedingungen, die eine Konzession mit sich ziehen, so zum Beispiel der Vermerk des Lärmschutzes, der besonders für Biergartenbetreiber immer wieder eine wichtige Grundregel zum Erhalt des Geschäftes ist. Denn nur, wenn die Lärmbelästigung durch die Besucher des Biergartens im erträglichen Rahmen sich befindet, wird dem Inhaber die Konzession nicht entzogen.

Sollten sich aber die Anzeigen wegen nächtlicher Ruhestörung aber wiederholen, wird das Ordnungsamt einschreiten, und dem Biergartenbesitzer die Konzession für den Betrieb des Biergartens entziehen; es ist nicht gleich die ganze Konzession für das Lokal entzogen, nur allein für den Biergarten.
Desweiteren müssen sich der Geschäftsinhaber und seine Vertreter zu den allgemein bekannten Gaststätten Verordnungen auseinander setzen. Hierin sind alle Grundregeln, die es gibt noch einmal aufgelistet. So auch, dass der Ausschank an Jugendliche unter 16 Jahren nicht erlaubt ist, bei stärkeren alkoholischen Getränken auch unter 18 Jahren verboten ist.

Regeln auch für die Biergarten Besucher

Auch bei dem Ausgeben von Essen, gibt es bestimmte Grundregeln, die auch für Biergartenbetreiber einzuhalten sind. Es wird nicht nach normaler Gastronomie und nach einem Biergarten unterschieden.

Auf Kontrollen, die die Einhaltung dieser Grundsätze prüft, muss sich jeder Biergartenbetreiber einstellen.
Auch Besucher eines Biergartens müssen sich an bestimmte Grundregeln halten. Ein Biergarten ist auch ein Gastronomiebetrieb, der zwar etwas lockerer ist, aber auch hier gelten die gleichen Pflichten, wie bei jedem anderen Besuch eines Lokals. Nicht nur, dass man sich dementsprechend verhält, man sollte auch laute Lärmbelästigung vermeiden. Da das Konsequenzen für den Betreiber hat.

Oktoberfest Survival Guide

kann

Gerade wer zum ersten mal auf das Oktoberfest fährt ist als Neuling ohne den ein oder anderen Tipp recht aufgeschmissen. Darum gibt’s jetzt hier den Oktoberfest Survival Guide (Oktoberfest Überlebenstraining), damit das erste Oktoberfest im Leben ein voller Erfolg wird und so auch nicht das letzte Mal bleibt.

Wiesn Bekleidung

MUNICH, GERMANY - OCTOBER 03:  A couple dresse...

MUNICH, GERMANY -  Getty Images via @daylife)

An vorderster Stelle steht natürlich die Mode, wie das Rheinland seine Kostüme zu Karneval hat so haben die Bayern ihre Trachtenmode anlässlich des Oktoberfestes.

Wer sich modisch also nicht von Anfang an schon ins Aus katapultieren möchte sollte sich der dort herrschenden Mode wenigstens ein bisschen anpassen.
Für die moderne Frau im Trachtenlook stehen zahlreiche Dirndl in den verschiedensten Längen, Mustern und Designs zur Verfügung. Der moderne Mann trägt auf dem Oktoberfest dagegen die typische Lederhose.

Wichtig für gelungene Tage auf den Wiesn sind bequeme Schuhe, so sollte man als Frau nicht die höchsten High Heels auspacken die man finden kann. Bewusst sollte man sich bei der Wahl der kompletten Garderobe darüber sein das der ein oder andere Liter Bier einen treffen kann-

Essen und Trinken auf dem Oktoberfest

Ein absolutes No Go auf dem Münchner Oktoberfest ist das mitbringen irgendwelcher Speisen oder Getränke, damit würde man schnell anecken und der Spaß am Fest wäre schnell verflogen.

Maß-mug

Anstoßen (Photo credit: Wikipedia)

Wer es bis die tief in die Nacht auf dem Oktoberfest aushalten möchte sollte dafür sorgen das ein gewisser Alkoholpegel nicht überschritten wird und der Körper generell mit ausreichend anderer Flüssigkeit versorgt ist. Denn sonst kann es entweder zum Vollrausch kommen oder aber auch zum Kreislaufzusammenbruch auf Grund mangelnder Flüssigkeitszufuhr.

Allerdings ist es auch schwer komplett nüchtern es zu später Stunde zwischen all den angeheiterten Menschen auszuhalten, weswegen sich ein leichter Schwips schon empfiehlt.

In der Gruppe auf der Wiesn

Besucht man mit mehreren Freunden die Wiesn sollte man von Anfang an Vorkehrungen für denn Fall treffen das man sich aus den Augen verliert. Denn verliert man sich einmal ist es ohne vorherige Absprache schwer bis unmöglich einander wieder zu finden.
Für diesen Fall sollte man zum einen einen Treffpunkt ausmachen an dem man sich trifft sobald aufgefallen ist das eine oder mehrere Personen fehlen und zum anderen ist es ratsam immer ein Mobiltelefon parat haben.

Ein Mobiltelefon ist auch dann nützlich wenn plötzlich ein Taxi oder gar die Polizei oder der Notarzt benötigt werden. Bei einer so hohen Anzahl von Menschen passieren leider auch jedes Jahr immer wieder Unfälle oder Diebstähle. Um sich vor Diebstählen zu schützen empfiehlt die Polizei übrigens Wertsachen nah am Körper zu tragen und nicht aus den Augen zu lassen.

Flirten auf der Wiesn

Wie war das mit dem Bändchen am Dirndl?

Merke:

„Schleife rechts ist schlecht.” (vergeben, verheiratet)

“Schleife links, Glück bringt’s!” (single)

Theoretisch gibt es auch noch die Möglichkeit, die Schleife vorne zu tragen (Jungfrau). Nur wenige Frauen wollen das heute noch so machen.

Hinten gebunden bedeutet Witwe, obwohl Kellnerinnen hinten einfach praktischer finden, weil sie sich leichter durch die engen Bierbänke schummeln können. In Gegenden wie der Steiermark ist es Tradition, immer hinten zu binden.

Sieht man von diesen Besonderheiten ab, gelten auf der Wiesn ganz normale Flirtregeln, wie sie immer gelten.

Fazit

Wer all diese Tipps und Ratschläge befolgt wird sicher schöne Tage auf den Wiesen haben und gerne auch ein weiteres mal das Oktoberfest feiern. Sogar mit der Familie.

 

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Der Biergarten – eine bayerische Erfindung

Also Hand aufs Herz, wer hat sich schon mal, wenn er seine müden Beine nach getanem Tageswerk unter einen Tisch in seinem Lieblingsbiergarten steckt, gefragt, wer hat´s erfunden? Sicherlich kaum einer, und das ist unfair gegenüber uns Bayern, denn wir haben ihn erfunden, den Biergarten. Zwar gibt es immer wieder Nörgler, die das bezweifeln, aber wer außer uns sollte denn auf so eine Idee kommen? :-)

Früher war die Zeit des Bierbrauens begrenzt

 

Pretzel

Image via Wikipedia

Es gab Zeiten, da war das Brauen von Bier, aufgrund sommerlicher Brandgefahr, auf die Monate von September bis April beschränkt. Das wurde im Jahr 1539 per Dekret festgelegt und die Brauer waren gezwungen, ihr Bier stärker zu brauen damit es für die Sommermonate haltbarer wurde. In der Nähe der Brauerei wurden spezielle Bierkeller gebaut und über diesen pflanzte man Schatten spendende Bäume, in der Regel Kastanien, damit die Keller dadurch kühl blieben. Natürlich wurde ab sofort und vor Ort auch das frische Bier ausgeschenkt, man stellte Tische und Bänke auf und das Beste je gelaufene Geschäft nahm seinen Anfang und ist aus der deutschen Kultur nicht mehr wegzudenken, danke Bayern!

 

Aber ganz so konfliktfrei ging das Ganze dann doch nicht vonstatten, denn die Bürger strömten in unendlichen Scharen zu den Bierkellern und tranken nicht nur das köstliche Bier in Massen aus Maßkrügen, sondern bedienten sich auch der reichlichen Speiseangebote. Das trieb nun die Wirte der Wirtschaften auf die Palme, denn sie fürchteten um ihren Kundschaft und damit um den Umsatz, sodass König Ludwig I. ein Einsehen hatte und den Verkauf von Speisen in den Biergärten verbot. Da nun das Biertrinken hungrig machte, war der Gast gezwungen, sein Essen, also die Brotzeit, selber mitzubringen, was sich zu einer bis heute anhaltenden Tradition entwickelte. Und so können in den bayerischen Biergärten immer wieder Menschen beobachtet werden, die mit prall gefüllten Körben ankommen, welche Schwarzbrot, Brezen, Rettiche, Leber- und anderen Käse sowie verschiedene Salatsorten, Kerzen für die Dämmerzeit und Schnupftabak beinhalten. Mit eigens dafür vorgesehenen rot-weiß karierten (nicht weiß-blauen Rauten) Deckchen, Holzbrettchen und scharfen Messern wird der Tisch eingedeckt und die Gaudi kann beginnen.

Im Biergarten zählt nicht das Äussere

 

Oktoberfest 2005 - Augustiner-Bräu - front

Image via Wikipedia

Biergärten haben sich zu sozialen und kommunikationsfördernden Einrichtungen entwickelt und werden auch deshalb so gern angenommen. Es ist also egal ob der Tischnachbar einen Nadelstreifenanzug trägt oder mit einem Blaumann bekleidet ist, ob die Nachbarin ein Dirndl trägt oder ihre knappen Jeans zur Schau stellt, hier ist jeder gern gesehen und darf sich auch so benehmen. Der Genuss im Freien und in Geselligkeit zusammenzusitzen, wirkt der Vereinsamung entgegen und fördert den Gemeinschaftssinn und auch dafür wird uns immer recht herzlich gedankt.

Fotoverbot auf dem Oktoberfest 2009

Auf dem Oktoberfest 2009 hat die Pächterfamilie Steinberg für das Hofbräu-Zelt eine Pressezensur verhängt. Die Bildjournalisten mussten vorher Klauseln unterschreiben und erklären, dass sie keine „Aufnahmen von Personen in unvollständiger oder unangemessener Kleidung“ machen würden. Der Zeltbetreiber will dadurch im Auftrag von Sittlichkeit und Jugendschutz sein Hausrecht wahrnehmen und die Persönlichkeitsrechte der Gäste schützen. Auch sind im Hofbräu-Zelt „Aufnahmen von unter Alkohol stehenden Personen, einzeln oder in Gruppen“ grundsätzlich nicht gestattet. Erst nach dem Unterschreiben dieser Klauseln bekamen die Journalisten eine Drehgenehmigung oder Akkreditierung.

Der Bayerische Journalistenverband war deshalb verständlicherweise über diese Zensur erbost. Dass das Oktoberfeld „nicht nur heile Welt“ ist, ist allseits bekannt. Medienrechtler sehen das Foto- und Filmverbot auf der Wiesn (Oktoberfest) auch kritisch. Wer Journalisten in sein Bierzelt lässt, müsse diese auch frei berichten lassen. Nicht das Hausrecht, sonder allein das Presserecht regle, welche Bilder erlaubt sind und welche nicht.