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Biergarten “Grundregeln”

Es gibt wichtige Grundregeln, die jeder Biergartenbetreiber einzuhalten hat.

Es fängt schon vor der eigentlichen Eröffnung an, wenn man sich um die ganzen Formalitäten kümmern muss. Die wichtigste Grundregel ist, dass man eine entsprechende Konzession hat, um überhaupt ein Lokal eröffnen zu dürfen; eine Konzession bekommt man bei der zuständigen Stadt ausgestellt, sie kostet aber einige tausend Euro. Bevor jemand eine Konzession erhält werden zunächst bestimmt Grundsätze, die ausschlaggebend sind, überprüft. So ist es jemandem untersagt, eine Gaststätte zu eröffnen, der keinerlei Grundkenntnisse im Lebensmittelrecht vorzuweisen hat oder einen Vertreter benennen kann, der entsprechende Erfahrungen hat. Eine Bescheinigung der Industrie und Handelskammer ist hier zwingend erforderlich.
Eine weitere Grundregel ist, die Anerkennung der Auflagen und Bedingungen, die eine Konzession mit sich ziehen, so zum Beispiel der Vermerk des Lärmschutzes, der besonders für Biergartenbetreiber immer wieder eine wichtige Grundregel zum Erhalt des Geschäftes ist. Denn nur, wenn die Lärmbelästigung durch die Besucher des Biergartens im erträglichen Rahmen sich befindet, wird dem Inhaber die Konzession nicht entzogen. Sollten sich aber die Anzeigen wegen nächtlicher Ruhestörung aber wiederholen, wird das Ordnungsamt einschreiten, und dem Biergartenbesitzer die Konzession für den Betrieb des Biergartens entziehen; es ist nicht gleich die ganze Konzession für das Lokal entzogen, nur allein für den Biergarten.
Des weiteren müssen sich der Geschäftsinhaber und seine Vertreter zu den allgemein bekannten Gaststätten Verordnungen auseinander setzen. Hierin sind alle Grundregeln, die es gibt noch einmal aufgelistet. So auch, dass der Ausschank an Jugendliche unter 16 Jahren nicht erlaubt ist, bei stärkeren alkoholischen Getränken auch unter 18 Jahren verboten ist.
Auch bei dem Ausgeben von Essen, gibt es bestimmte Grundregeln, die auch für Biergartenbetreiber einzuhalten sind. Es wird nicht nach normaler Gastronomie und nach einem Biergarten unterschieden.
Auf Kontrollen, die die Einhaltung dieser Grundsätze prüft, muss sich jeder Biergartenbetreiber einstellen.
Auch Besucher eines Biergartens müssen sich an bestimmte Grundregeln halten. Ein Biergarten ist auch ein Gastronomiebetrieb, der zwar etwas lockerer ist, aber auch hier gelten die gleichen Pflichten, wie bei jedem anderen Besuch eines Lokals. Nicht nur, dass man sich dementsprechend verhält, man sollte auch laute Lärmbelästigung vermeiden. Da das Konsequenzen für den Betreiber hat.

Bier in Maßkrügen, ein Muss?

Wenn Bier aus Maßkrügen getrunken wird, steht dieses meist für Vergnügen, Entspannung oder tolles Wetter. Besonders in Bayern und in Österreich gehört es fast schon zum guten Ton, Bier in Maßkrügen zu bestellen beziehungsweise zu trinken. Das 1-Liter Bierglas wird jedoch nicht nur für Bier, sondern auch für diverse Mischgetränke, gerne genommen. So ist es zum Beispiel keine Seltenheit, Radler oder Diesel in Maßkrügen serviert zu bekommen.
Der offizielle Vorgänger des Maßkruges war der tönerne Krug. Dieser wir auch heute noch, in einigen bayrischen Regionen bevorzugt, da er den Inhalt länger gekühlt hält. Jedoch konnte man nicht immer gleich erkennen, ob korrekt eingeschenkt wurde. Zu beginn des 20. Jahrhunderts wurde er schließlich aus Glas gefertigt.
Es gibt Veranstaltungen und Situationen, wo man sich einfach nicht mit einem kleinen Kölsch-Glas blicken lassen kann. Ein absolutes Musterbeispiel dafür, ist das Münchner Oktoberfest. Hier gehört die Maß quasi zum Oktoberfest und umgekehrt.
Natürlich widerspiegelt die der Maßkrug gewissermaßen auch die Kultur des deutschsprachigen Raumes. So hat das Oktoberfest unter anderem auch in den USA und Japan treue Fans, die immer öfter Kopien des bayrischen Volksfestes in New York oder anderen Metropolen veranstalten. Dieses geschieht nicht zuletzt, weil viele absolut begeistert von dem 1-Liter Maßkrug sind.
Jedoch ist es durchaus ratsam, den Bierkonsum aus Maßkrügen nicht in den Alltag zu verlagern. Der Konsum aus dem Maßkrug ist eine tolle und lustige Sache, solange er auf Veranstaltungen und nicht regelmäßig stattfindet.

Daran erkennt man einen echten bayerischen Biergarten

Woran erkennt man einen echten bayrischen Biergarten? Natürlich daran, dass es so richtig bayerisch hergeht. Angefangen von den Fahnen und der Tischbedeckung, die im traditionellen Blau-Weiß gehalten werden sollte, und den dazu passenden Tischaccessoires. Man erkennt einen bayerischen Biergarten auch häufig daran, dass ein Maibaum genau in der Mitte ist, und man sofort erkennt, wo man sich in Bayern aufhält. Dazu ist es typisch für einen bayerischen Biergarten, dass man die Fahne der Brauerei sofort wieder erkennt, sodass man genau sieht, welches Bier hier ausgeschenkt wird. Häufig wird der Biergarten von der Brauerei finanziell unterstützt, und die machen dann im Gegenzug Werbung in dem Biergarten.

Einen Biergarten der typisch ist für Bayern hat außerdem sehr viele Holzbänke, die quasi schon ein Muss sind. Gute Biergärten haben sowohl draußen als auch drinnen viel Plätze und man kann je nach dem Wetter wählen, wo man Platz nimmt. Ein traditioneller Biergarten in München ist außerdem erkennbar, wenn die Bedienung sich in Dirndl kleidet und sehr viel Ausschnitt zeigt. Das verleitet die Männer dazu, mehr Bier zu trinken, und die Atmosphäre steigt so richtig an. Viele der Bedienungen müssen weiblich sein, da männliche Bedienungen einfach nicht typisch wären. Einen bayerischen Biergarten erkennt man außerdem an den festlichen Bekleidungen der gesamten Bediensteten, die sich meist in bayerischer Kluft zeigen.